Lisas Tagebuch
Zum Blättern im Tagebuch benutzen Sie bitte nebenstehenden Kalender. Tage mit Eintragungen sind gelb unterlegt.Nun, um Mitternacht herum, ich sollte schon lange die Buchführung erledigt haben und schlafen, surfte ich noch ein bisschen herum und fand mehrere Nachrichten, die ich persönlich sehr traurig finde. Es ist nun Zapfenstreich und ich versuche ein paar Stunden auszuruhen!
Momentan soll auch wieder die homepage bearbeitet werden. Hier werden sicherlich Rivka und Flo auch viele aktuelle Fotos beisteuern und mir beim Bearbeiten helfen.
Ab Mai steht unser neues Gästeappartement zur Verfügung - in Kürze erfolgen Preisangaben und Fotos mit mehr Info.
Ausserdem haben wir viele neue Gesichter um uns herum, u.a. auch bei den Patenkindern! Auch hier versuchen wir, baldmöglichst alles zu aktualisieren.
.... Der heutige Tag ging so weiter. Eigentlich hatten wir heute unseren "Jubiläumstag", aber man kann ja schliesslich nicht nur feiern. Trotzdem hatte ich gehofft, ein wenig Ruhe zu finden. Dem war leider nicht so. Abgesehen von den bereits eingeplanten Terminen kam noch jede Menge unverhofftes dazwischen, vor allem viel Büroarbeit, Schreiben, Telefonieren, Kostenvoranschläge einholen, Termine vereinbaren, .. nun ist es 20.00 Uhr und es ist noch kein Feierabend in Sicht. Die Küche ist auch noch "kalt" (heute können wir es uns noch erlauben, aber morgen haben wir wieder Gästebetrieb!) und so langsam muss ich schauen, dass die kids sich bettfertig machen, denn morgen früh klingelt wieder zeitig der Wecker. Es tut mir ein wenig, nein ein bisschen mehr als nur ein wenig, leid, dass ich heute so wenig Zeit für meine Lieben hatte - im Gegenteil, alles so hektisch war. Ausser ganzen 8 Minuten Kaffee- und Kuchenpause war heute kein Verschnaufen möglich. Irgendwie scheint das Paraguay mit sich zu bringen, dass es erstens anders als man zweitens meistens denkt kommt. Das heisst im Klartext, es kommt dauernd etwas dazwischen!
Ich war dann noch am Nachmittag bei Mizaels Oma. Diese pflegt ja ihre Tochter hingebungsvoll und opfert sich richtig auf. Ich war jetzt zweimal bei ihr und merke, wie sie Ansprache braucht, alles aus ihr heraussprudelt. Und wenn wir bei Iris an ihrem Krankenbett sitzen, reagiert diese, als ob sie uns etwas mitteilen wollte. Heute konnte ich der Oma Kuchen abkaufen, denn mit dem Verkauf von Backwaren und Süssem bestreitet sie einen Grossteil der Medikamentenkosten ihrer Tochter und den Unterhalt der Familie. Auch die Uroma von Mizael macht mit in dem Familienverbund. Es ist wirklich ein Drama - und zum Glück hat Mizael Paten, die ihn unterstützen - und wir Freunde, die gelegentlich etwas für die Medikamente, Windeln, usw. von seiner Mutter sponsern. Vielleicht kaufe ich ihr öfters mal was ab, der Kuchen war jedenfalls lecker ... und sie macht auch schmackhafte "sopa paraguaya"! Immerhin konnten wir heute auch gleich Rezepte austauschen, vielleicht ist das eine oder andere interessant für die Kochkurse!
Unsere andere "Oma" konnten wir leider noch nicht besuchen, die Mutter von unserem verstorbenen Freund Sergio. Ihr geht es gar nicht gut, weder gesundheitlich noch psychisch, aber wir alle schieben den anstehenden Besuch vor uns her, gerade weil wir wissen, dass er besonders schwer sein wird.

